Panoramabilder rund um das Landhotel
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Zur Geschichte des Hauses Struck
Typisch sauerländisch nennen die begeisterten Gäste des reizvollen Repetals das Landhotel Struck im Silberdorf Niederhelden. Eine prächtige Fachwerk-Fassade, üppiger Blumenschmuck und alter Baumbestand bestimmen das Bild. Schon 1371 erwähnt eine Urkunde die Kapelle in Niederhelden zum 1. Mal. Damals wie heute fühlte man sich hier wohl.
Tradition und Fortschritt stehen in Einklang. Alte und neue Bausubstanz sind harmonisch miteinander verbunden. Persönliche Betreuung machen den Reiz des Hauses aus. Früher wie heute.
Knorrige Eichenbalken wurden handwerklich perfekt zu neuem Glanz gebracht. Sie prägen die Atmosphäre ebenso wie zeitgemäße Architektur und schaffen gemeinsam ein Ambiente der Gemütlichkeit. So richtig zum Wohlfühlen.
Auch das Hauswappen erklärt die Entstehung des Namens Struck. Aus dem Holzstumpf entspringt ein Strunk, der später zu dem Namen Struck geführt hat. Dieser Strunk, lat. Ramus steht im Landhotel für Erneuerung und Wachstum. Der Helm über dem Schild, lat. Cassis steht für eisernes Durchhalten im Leben und die Göttin Fortuna steht als Symbol für Glück und Zufriedenheit.
Wie der Name Struck nach Niederhelden kam:
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es im alten Sauerländer Hof in Niederhelden keinen männlichen Nachkommen mehr. Die Tochter Maria Elisabeth Sauerländer ging 1767 die Ehe mit Wilhelm Struck, geb. in Mecklinghausen am 14.06.1741, Sohn von Daniel Struck und dessen Ehefrau Elisabeth ein. Der Sohn Hermann Josef Struck aus zweiter Ehe übernahm mit 14 Jahren den Hof. Heiratete am 01.08.1815 mit 21 Jahren Anna Margaretha Bayer. Und kurz zuvor am 10. Juni 1815 wurde Niederhelden preußisch.
Der Sohn Joseph Struck vermählte sich am 26.11.1844 mit Elisabeth Steinhof.
Sein Brunder Johann Peter ehelichte am 7.7.1853 Elisabeth Klens. Er war von Beruf her Landwirt und Schreiner genannt Schrieners. Dieser Name sollte der Familie Struck noch viele Jahre erhalten bleiben. Er wohnte gegenüber dem Hof auf der anderen Repeseite im so genannten Unterdorf.
An dieser Stelle teilt sich die Geschichte des Hofes Struck-Sauerländer und Struck genannt Schrieners, und doch bleibt sie zusammen. Denn Josef Struck – Schrieners, der Urgroßvater von dem Hotelbesitzer Stefan Struck und sein Vetter Josef Struck – Sauerländer hatten beide Schwestern aus dem Haus Sauer vom Jäckelchen geheiratet. Eine weitere Besonderheit war, das es in dem Haus Joseph Struck – Sauerländer seit dem 10.05.1886 durch den Landrathsamts-Verweiser in Olpe eine polizeiliche Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft gab.
Dies holte Josef Struck – Schreiners am 12.06.1914 für das Stammhaus des Landhotel Struck nach. 1878 entstand das Stammhaus. Es wurde von Josef Belke einem „Eumen" erbaut. Später wurde ein Kolonialwarenladen eingerichtet. 1914 erwarb Josef Struck – Schrieners das Fachwerkhaus im so genannten Oberdorf und betrieb eine Schreinerei, Landwirtschaft und erhielt am 12. Juni 1914 die 1. Konzession für eine Dorfgaststätte. Somit wurden zwei Gaststätten unter dem Namen Struck geführt.
1918 als Folge des 1. Weltkrieges und der Gründung der Weimarer Republik hat sich auch im Amt Attendorn ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, dem aus der Gemeinde Helden folgende Personen angehören: Josef Pulte (Helden), Josef Struck (Niederhelden), Hermann Koch (Repe) und Heinrich Kirchhoff (Dünschede). - Im Mai 1919 wird der Arbeiter- und Soldatenrat als aufgelöst bezeichnet.
Infolge des Krieges konnte auch die geplante Einführung des elektrischen Lichts erst 1919 realisiert werden. In Niederhelden brannte das Licht erstmals am Abend des 4. November 1920. In dieser Zeit entstand auch das 1. Badezimmer im Gasthof Struck in Niederhelden. Dort konnten auch Gäste aus dem Ort gegen ein Entgelt baden.
Die Gaststätte wurde von dem Landwirt Franz Struck, dem Sohn von Josef Struck, und seiner Frau Elisabeth weitergeführt. Sein Bruder Peter Struck führte die Tradition des Schreinerhandwerks im heutigen Haus Elisabeth weiter. Der Name Schrieners (Schreiner) ist nach wie vor mit dem Haus verbunden.
Spezialität von Franz Struck war es in den Nachkriegsjahren die Gäste am Anreisetag auf der Viehwaage zu wiegen. Nach dem Urlaub wurden die Gäste wieder gewogen. Hatten sie zugenommen war der Urlaub ein Erfolg. Georg Struck, der Sohn von Franz Struck, gab die Landwirtschaft 1970 auf und erweiterte mit Frau Margarete Stück für Stück den landwirtschaftlichen Betrieb mit der Gaststätte zum Landhotel Struck. Die Kunst des Schreinerhandwerks wurde dabei sichtbar mit viel Liebe zum Detail zu neuem Leben erweckt.
Die Spezialität von Georg Struck war es die Gäste auf seiner Orgel zu unterhalten und zum Tanz aufzuspielen.
Der Inhaber Stefan Struck übernahm im Jahr 2002 mit seiner Frau Dr. Antje Struck den Hotelbetrieb und gliederte im Haus Elisabeth, der alten Schreinerei mit Wohnhaus, das „Intermissio" -der Ruhepunkt- an.






